pferdeunterstützte Therapien
pferdeunterstützte Therapien

Pferdeunterstütze Therapien erfreuen sich ja immer größerer Beliebtheit, egal ob es sich dabei um therapeutisches Reiten oder die Arbeit vom Boden aus handelt oder ob die Teilnehmer unter körperlichen oder mentalen Einschränkungen leiden oder sich persönlich weiterentwickeln möchten.

Die Ausbildungsangebote für Anbieter pferdeunterstützter Angebote sind nicht einheitlich geregelt und je nach Anbieter wird mehr oder weniger Wert auf das Wohlergehen der eingesetzten Pferde gelegt. Daher ist es umso erfreulicher zu sehen, dass sich mittlerweile auch Pferdewissenschaftler mit diesem Thema beschäftigen, um herauszufinden, welchen Einfluss pferdeunterstützte Therapien auf die eingesetzten Pferde haben.  

Die Studie

Ein französisches Wissenschaftlerteam beschäftigte sich mit der Frage, ob pferdeunterstützte Therapien negative oder positive Emotionen bei den eingesetzten Pferden auslösen.

Außerdem versuchten sie herauszufinden ob es einen Unterschied für die Pferde macht, ob die Teilnehmer nur unter psychologischen oder unter psychologischen und physischen Erkrankungen leiden.

Dazu wurden 58 Klienten-Pferde-Paare während verschiedener Therapiesitzungen und in Ruhe beobachtet. Danach wurde das Verhalten der Pferde und die physiologischen Reaktionen zwischen verschiedenen Sitzungen und Klientengruppen miteinander verglichen.   

Die Ergebnisse der Studie 

Die französischen Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass bei dieser Studie die pferdeunterstützte Therapie die Pferde weder positiv noch negativ beeinflusste.

Allerdings stellte die pferdeunterstützte Therapie mit Klienten, die sowohl unter körperlichen als auch psychischen Einschränkungen litten, die Pferde vor eine größere Herausforderung. Diese Pferde zeigten eine deutlichere Veränderung in ihrem Verhalten und ihrer Herzfrequenzvariabilität.  

Was bedeutet diese Studie für die Anbieter pferdeunterstützter Interventionen?  

Auch wenn die Studie auf den ersten Blick zeigt, dass pferdeunterstütze Therapien keinen negativen Einfluss auf die eingesetzten Pferde hat, zeigt sie doch, dass die Pferde durch die Klienten beeinflusst werden. Daher sollte es zum Therapieprotokoll gehören, den Pferden genug Erholungsphasen zwischen den Einheiten zu geben und sie genau zu beobachten, um rechtzeitig eingreifen und die Pferde aus einer Sitzung nehmen zu können, falls sie zu stark durch die Arbeit mit einem Klienten beeinträchtigt werden. 

Die französischen Wissenschaftler schlagen weitere Studien vor, um herauszufinden, ob es möglich ist, die pferdeunterstützte Arbeit für die Pferde mit etwas positivem zu verknüpfen und so angenehmer zu gestalten.  

Die Studie wurde im Fachjournal Animals veröffentlich und kann hier vollständig nachgelesen werden.

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